Weihnachtsfilme

Kevin allein in New York

 

Es gibt ja recht viele Weihnachtsfilme, manche mehr manche weniger gut. Aber manche erzählen für mich ihre eigene Geschichte und das sind genau die Geschichten die ich hier erzählen will.

 

Der wohl bedeutenste Weihnachtsfilm für mich ist Kevin allein in New York. Obwohl man eigentlich immer mit den ersten Teil anfangen sollte beginne ich mit diesem, weil er einfach eine ganz andere Bedeutung für mich hat. Kevin soll mit seinen Eltern nach Florida fliegen und dort Weihnachten zu verbringen. Wie für viele Weihnachtsfans ist es auch für Kevin kein schöner Gedanke, Weihnachten in einen Tropischen Klima zu verbringen und keinen richtigen Weihnachtsbaum zu haben. Unbeabsichtigt folgt er einen anderen Mann, den er für seinen Vater hält, in einen Flieger und findet sich wenige Stunden später in New York City wieder. Für manche ist das einfach ein blöder Fehler, den man sofort am Schalter des Flughafens melden sollte. Aber nicht für Kevin, für ihm beginnt einen aufregende Zeit in New York. Er schafft es wieder mal die Verbrecher, Marv und Harry hinter Gitter zu bringen und freundet sich darüber hinaus mit einer netten Dame an die Tauben füttert. Natürlich suchen auch seine Eltern nach dem verschwundenen Kevin, als sie schließlich nach New York kommen, weil die Kreditkartenrechnung besagt das er im Bekannten Plaza Hotel eingecheckt hat, beginnt die Suche nach Kevin. Aber wo soll man seinen Sohn suchen, der eigentlich nur ein schönes Weihnachtsfest mit einen Weihnachtsbaum haben wollte. Na klar am Rockefeller Center. Bei den wohl schönsten Weihnachtsbaum der Welt.

 

Und genau das ist der Punkt der für mich so wichtig ist. Der Film erschien 1992 (Quelle: wikipedia) da war ich gerade mal 3 Jahre alt. Und seit dem ich denken kann schauen wir diesen Film immer zu Weihnachten und über die Jahre hinweg entwickelte sich ein rießiger Wunsch. Einmal zu Weihnachten nach New York einmal vor dem Rockefeller Center stehen und den Baum anhimmeln. Ich glaube ich würde mehrere Speicherkarten voll knipsen bis ich endlich von den Baum ablassen könnte. Kein Wunder also das schon zu hause in meinen Jugendzimmer ein Bild des Rockefeller Centers hing und nun in der eigenen Wohnung auch wieder an der Wand hängt. Es ist ein Traum der jedes Jahr wieder kommt aber sich bis jetzt leider nicht erfüllt hat. Für viele Menschen ist dies ein großer Traum und manche können sich diesen auch erfüllen. Und wenn man noch ganz viel Glück hat, dann hat man einen guten Freund der jedes Jahr wieder hinfliegt. Und dieses Glück habe ich. Und wenn er dann nach oder während Weihnachten wieder zurück nach Deutschland kommt, dann kann man sich für ein paar Minuten in die Traumwelt träumen und hat beim anschauen seiner Bilder tatsächlich ein wenig das Gefühl man stehe auch vor diesem Gigantischen und wunderschönen Baum.

 

Vergangen habe ich jedoch noch eine Stelle in den Film gefunden, die mir sogar aus den normalen Leben recht bekannt vor kam. Kevin steht am Ende vor dem Baum am Rockfeller Center und spricht zu den Baum, er will seine Mutter wieder sehen auch wenn es nur kurz ist und "ich werde mir nie wieder etwas wünschen solange ich lebe". Genau das ist der Satz den ich immer und immer wieder als kleines Kind in Gebete eingebaut habe. Aus welchen Grund auch immer, wahrscheinlich um zu zeigen wie wichtig mir dieser Wunsch ist. Es waren keine Wünsche wie ein kleines Sorgenfreies Kind sie äußern würde, es waren ernste Dinge, die ich meistens bei meinen Eltern mitbekommen habe. Sei es Krankheit oder Arbeit. Und wenn es jetzt noch einmal vorkommt, merke ich immer das dieser Satz ohne nachzudenken von alleine über die Lippen kommt und es verstärkt sich der Verdacht das ich dies wohl in sehr frühen Jahren aus diesen Film habe.

 

So wurde dieser Film zu einem "Muss" zu Weihnachten. Wenn man allerdings so Weihnachtsverrückt ist wie ich, schaut man Kevin nicht nur zu Weihnachten sondern auch mitten im Hochsommer. Und das kommt schon recht häufig vor. Weil, für diese Filme brauche ich keinen Schnee und Winter vor der Tür, natürlich ist es ein toller Bonus weil nur dann die Stimmung auf kommt, aber ich kann Weihnachtsfilme zu jeder Jahreszeit genießen!

Kevin allein zu Haus

Kommen wir zum zweiten Film und machen weiter mit dem Vorgänger, Kevin allein zu Haus. Die Familie Mc Callister will zu Weihnachten verreisen, nach Paris. Kevin scheint nicht sonderlich beliebt bei seinen Geschwistern zu sein, sie nehmen ihn eher als Plage wahr. Somit ist es kein Wunder das nach einen Streit Kevin in das Zimmer auf den Dachboden geschickt wird. Am nächsten Morgen verschläft die Familie und muss in Hektik fertig packen um mit den Bus zum Flughafen zu kommen. Pünktlich sitzen sie in ihren Flieger der zum Start abhebt. Allerdings ohne Kevin. Der ist nach seinen Wunsch, seine Familie nicht mehr wieder zu sehen, allein zu haus. Die Freude über seine Freiheit ist groß und er macht all das, was die Eltern normalerweise verbieten würden. Jedoch treiben sich die Einbrecher Marv und Harry in der Gegend herum und versuchen in die Häuser einzubrechen, wo die Bewohner über Weihnachten verreißt sind. Natürlich auch bei den Mc Callisters, jedoch kann dies der aufmerksame Kevin verhindern. Und somit beginnt sein Plan die beiden von seinen Haus das er verteidigen muss fernzuhalten. Er beginnt auch eine Freundschaft mit einen alten Mann von dem alle denken das er schreckliche Dinge getan hat doch Kevin kann sich vom Gegenteil überzeugen und findet heraus das die Dinge garnicht so schrecklich sind wenn man das Licht anschaltet.

 

Kevin allein zu haus ist in vielerlei Hinsicht ein genialer Film, man keine seine Lachmuskulatur mal richtig auf Vordermann bringen und man kann sicherlich auch ein paar Lehren aus diesen Film ziehen. Das Dinge nicht so schrecklich sind wenn man das Licht anmacht ist eine davon. Für mich persönlich ist die Kirchenszene ziemlich weit am Ende eine sehr bedeutende. Nicht nur das er den alten Mann Mister Marley ins Gewissen redet sich mit seinen Sohn wieder zu vertragen, es ist auch das Lied was im Hintergrund in der Kirche gesungen wird. "Carol of the Bells" dieses Lied wird noch einmal eine große Bedeutung in einen Weihnachtsfilm spielen.

Das Wunder von Manhattan

Der dritte Film über den ich ein paar Worte verlieren will ist "Das Wunder von Manhatten". Zwei große Kaufhäuser liefern sich zu Weihnachten einen erbitterten Kampf um das große Weihnachtsgeschäft. "Cole" musste bei der großen Weihnachtsparade auf einen anderen Weihnachtsmann umsteigen, da der andere ein Alkoholproblem hatte. Der neue Weihnachtsmann ist ein alter sehr netter Mann der sich in der Rolle als Weihnachtsmann sehr wohl fühlt, Kris Kringel. Die Veranstalterin der Parade ist Dorey Walker. Sie stellt Kris kurzer Hand als Kaufhausweihnachtsmann ein. Alle glauben er sei ein perfekter Weihnachtsmann und auch er selber scheint davon überzeugt er ist der echte Weihnachtsmann. Das bezweifelt jedoch am meisten Doreys Tochter die kleine Susan. Der Freund der Familie Bryan versucht Susan davon zu überzeugen das es den Weihnachtsmann wirklich gibt und auch ihre Mutter gibt schließlich nach und schlägt vor sich von Kris etwas zu wünschen was sie sich niemals von ihren Mam wünschen würde. Daraufhin teilt Susan, Kris ihren Wunsch mit, sie wünscht sich einen Vater, einen Bruder und ein Haus. Kris Kringel nimmt die Herausforderung an und versucht Susan den Wunsch zu erfüllen. Während dessen plant ein anderes Kaufhaus einen Rachefeldzug gegen "Cole". Sie versuchen Kris Kringel in eine unschöne Situation zu bringen und somit dafür zu sorgen, das "Cole" keinen Kaufhausweihnachtsmann mehr hat. Gesagt getan, Kris wird beschuldigt einen Mann mit seinem Stock geschlagen zu haben, ihm wird der Prozess eröffnet. Als Anwalter an seiner Seite vertritt ihn Bryan. Doch auch mit einen guten Anwalt an seiner Seite scheint die Situation aussichtslos. Es scheint so als würde Kris tatsächlich keine Chance haben. Auch die Anschuldigungen von Bryan gegen den Richter, es ginge nur ums Geld, bringen ihn vorerst nicht weiter. Wenn da nicht dieser kleine Spruch auf der 1 Dollar Note wäre, " In God we trust". Der Richter spricht Kris frei mit der Begründung, das auf dem Geldschein abgedruckt steht wir vertrauen auf Gott aber keiner weiß ob es Gott wirklich gibt, warum sollte man also nicht daran glauben das es einen Weihnachtsmann gibt nur weil nicht bewiesen ist ob es ihn wirklich gibt.

Bryan hatte bereits über den gesamten Film hinweg versucht Dorey seine Liebe zugestehen. Er machte ihr sogar einen Heiratsantrag den sie jedoch ablehnte. Am Abend entdecken beide vom jeweils anderen eine Brief sie sollen zu einer Kirche kommen. Beide kommen an und wissen nicht so recht was sie in dieser Kirche sollen. Der Pfarrer klärt beide auf und fragt "Sind sie bereit zum Heiraten". Am nächsten morgen wacht Susan mit Freude auf, da endlich Weihnachten ist. Ihr wird aber schmerzlichst bewusst, das Kris ihren Wunsch wohl nicht erfüllen kann. Bis auf einmal ihre Mam mit Bryan an ihrer Seite hinter ihr steht, nun als Mann und Frau. Der erste Wunsch ist somit erfüllt. Auch der zweite Wunsch scheint tatsächlich in Erfüllung zu gehen als Dorey zu einen Fototermin eingeladen wird. Man soll die üblichen Katalogaufnahmen in einen wunderschönen großen Haus machen. Aber Susan ist klar, es werden heute wohl keine Aufnahmen gemacht. Dies wird auch Dorey und Bryan bewusst als sie ankommen und kein Fotografenteam auf sie wartet. Ihnen werden die Schlüssel gegeben und auf dem Postkasten steht bereits ihr Name. Damit wäre auch der zweite Wunsch erfüllt. Susan erzählt ihren Eltern das nun zwei Wünsche bereits in Erfüllung gegangen sind und das sie wohl auf den letzten noch etwas warten muss. Ihre Mam fragt nach was es für ein Wunsch sei und ihre Tochter erwidert freudestrahlend "einen kleinen Bruder". Das anfängliche Entsetzen wandelt sich schnell in ein Lachen um und die beiden freuen sich auf ihr gemeinsames Leben.

 

 

Ich denke das ist der tiefgreifendste Film von allen Filmen die ich hier vorstellen werde. Ich muss zugeben das ich den Film als ich etwas jünger war nicht so gerne geschaut habe, vielleicht auch wegen den Gedanken das der Weihnachtsmann hinter Gittern kommen soll. Für mich zeigt der Film aber das man auch als Erwachsener an Dinge glauben sollte, auch wenn es für andere völlig banal und sinnlos erscheint. Vermutlich ist jeden schon mal etwas komisches und unerklärliches zu Weihnachten passiert und man hat nie erfahren wie es dazu gekommen ist. Vielleicht findet man seine Antwort aber auch beim Glauben an Märchenfiguren und Sagen.

 

Ein weiterer Grund warum ich den Film so mag, die Rolle des Bryan, er ist Anwalt! Wer ein bisschen was über mich gelesen hat, hat festgestellt das ich Jurastudentin bin. Ob ich wirklich die Idee des Jurastudium aus dem Film abgeleitet habe glaube ich zwar nicht. Aber es gibt doch Dinge die man im Leben sieht die einen dann immer begleiten. 

 

 

Schöne Bescherung

So nun werde ich zu einen Film kommen, wo sich manche Weihnachtsfan vielleicht fragen: "Wie kann man so einen chaotischen Film schauen". Naja ganz einfach nicht überall auf der Welt verläuft Weihnachten ruhig und traumhaft schön. Bei manchen kann es schon recht streßig werden und schließlich will man zu Weihnachten ja auch etwas zu lachen haben deswegen möchte ich auch diesen Film hier vorstellen.

 

Es geht darum das Clark und Ellen Griswold mit ihren zwei Kindern, dieses Jahr zu Weihnachten ihre Familien erwarten. Ein schweres Los ohne weiteres, nur Clark möchte das es ein schönes Weihnachtsfamilienfest wird. Es bemüht sich sichtlich darum den Familien und seiner eigenen Familie ein schönes Weihnachtsfest zubereiten, durch seine aber doch recht tolpatische Art läuft alles nicht ganz so glatt wie vielleicht erwartet. Es kommt noch hinzu das er immernoch auf seine Gratifikation wartet, die er eigentlich um Weihnachten herum erhalten sollte, die aber immer noch nicht eingetroffen ist. Zu allen Überfluss besucht auch noch Clarks Cousin Eddie die Familie. Und damit nimmt das Unheil seinen Lauf. Einige Dinge bleiben dabei auf der Strecke zum Beispiel, Nachbars Stereoanlage, die Katze von Tante Bethany, der gigantische Weihnachtsbaum, ein großer Teil der Inneneinrichtung, der Pfosten der Treppe und und und.

 

Dann kommt endlich die langerwartete Gratifikation an, nur leider ist diese nicht so hoch das er den Swimmingpool bezahlen kann den er bereits gekauft bzw. angezahlt hat. Es ist ein Scheck über eine Mitgliedskarte im Verein kochen ohne Fett. Danach verfällt Clark in wüste Beschimpfung die seinen Chef betreffen und äußert den Wunsch seinen Chef zu Weihnachten mit Schleife zu bekommen um ihn sagen zu können was er ist. (Diese Aufzählung gebe ich hier lieber nicht wieder, obwohl ich es wohl auch könnte :-))

Darauf hin erfüllt ihn Eddie den Wunsch und schleicht sich weg um Clarks Chef zuentführen. Als Eddie dann mit Mr. Shirley in der Tür steht, traut Clark seinen Augen kaum und auf einmal ist er nicht mehr so cool wie vorher, aber er erklärt seinem Chef sachlich wieso er so sauer ist. Schließlich gewährt dieser Clark und allen anderen die Gratifikation. Gerade als die Familie sich darüber freut, kommt die Polizei um den bereits gesuchten Mr. Shirley zu seiner Frau zu bringen und die Familie zu verhaften. Zum Glück klärt sich die Situation schnell auf und der Film endet damit das auch Clark sichtlich erfreut ist, den Heilligen Abend hinter sich gebracht zu haben.

 

Wenn ich nun schreiben soll was in den Film mein Leben beeinflusst hat, kann ich ausnahmensweise mal nichts zum besten geben. Der Film ist einfach nur genial und mega lustig. Und schließlich brauch man auch mal einen Film der keinen tieferen Sinn hat und einen nur belustigen soll und das tut dieser.

Verrückte Weihnachten